Im Rahmen meiner Arbeit werden neben vielschichtigen sowie spannenden Themen auch Wünsche, Erwartungen, Hinweise, Schwierigkeiten, Grenzverletzungen, Vorwürfe (…) an mich herangetragen. Meist, weil die Inhalte Teil des Beratungsanliegens sind. Aber auch, wenn es um meine Arbeit oder Menschen geht, mit denen ich zusammenarbeite. Einen solchen Anlass möchte ich nutzen, um mein diesbezügliches Selbstverständnis darzustellen.
An mich formulierte Angaben nehme ich ernst und sie bringen häufig eine Fokussierung meiner Aufmerksamkeit, Arbeitszeit und Einschätzungsgabe mit sich.
Für mich bedeutet dieses „Sich an mich in meiner Rolle wenden“ zum einen: Mir wird Vertrauen entgegen gebracht, meine Position könnte von Interesse sein, vielleicht könnte ich eine passende Gesprächspartnerin sein. Es bedeutet aber auch, dass ich überprüfe, ob es einen Auftrag darin gibt, den ich annehmen kann oder will. Manchmal betrifft solch ein Auftrag mich allein, manchmal Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, manchmal alle zusammen. Manchmal gibt es einen Auftrag an mich, den ich ablehne. Manchmal höre ich keinen und nehme das „Sich an mich wenden“ dennoch sehr ernst und gebe mir selbst einen Auftrag. Dies ist immer dann der Fall, wenn es um Sexismus, Formen von Gewalt, Rassismus, Antisemitismus, Trans- und Queerfeindlichkeit, diskriminierendes Verhalten (…) geht.
Im Hintergrund laufen dann verschiedene Prozesse ab – Einschätzung des Themas sowie den betreffenden Personen, Gespräche mit eben diesen, Informationen zum Verstehen und zur Differenzierung, kritische Auseinandersetzung mit Inhalten, Abgleich mit meinen Kompetenzen und meinem Wissen, Selbstreflexion, gegebenenfalls Hinzuziehen von externer inhaltlicher Unterstützung, Planung von möglichen Prozessschritten, Sichtbarmachen von eigenen Themen, Überprüfen und Einbeziehen bisheriger blinder Flecken (…).
Auch wenn diese Prozesse und beteiligte Personen nicht immer sichtbar sind, so darf es eine Sicherheit geben, dass sie ablaufen und kontinuierlich fortgeführt werden. Sollte es Unklarheiten, Fragen, weitere Informationen o.ä. diesbezüglich geben, kann sich immer an mich gewandt werden.
Aus aktuellem Anlass
Paar- und Beziehungsberatung
Immer dann, wenn sich Menschen aufeinander beziehen, etwas zusammen gestalten oder aufbauen, können wunderbare und bereichernde Verbindungen entstehen, in denen sich alle Beteiligten gesehen und angenommen fühlen.
Häufig gestaltet sich der Weg dorthin (zurück) allerdings weitaus herausfordernder als erhofft. Unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen und Ansichten bergen viel Aufregendes, aber auch Konfliktpotenziale. Hierbei werden diese Themen immer wieder von Klient:innen benannt:
- Kommunikation
- Wertschätzung
- Sicherheit in Beziehung und Bindung
- Organisation von Beziehung und Alltag
- Kinderwunsch
- Sexualität
- Beziehungsform
- Außenbeziehungen
- Eltern sein
- Trennungswunsch
Innerhalb der Beratung können auf vielfältige Weise Ansichten ausgetauscht, Standpunkte klar gemacht, Konflikte bearbeitet, Gemeinsamkeiten herausgestellt, Verstehen möglich gemacht, Lösungen entwickelt und neue Wege gegangen werden.
Meine Herangehensweise ist dabei immer lösungsorientiert und wertschätzend. Außerdem lege ich großen Wert auf gendersensible Sprache und eine Atmosphäre, die als ein geschützter Raum wahrgenommen werden kann.
Sexualberatung
Sexualität begleitet viele Menschen auf unterschiedlichen Ebenen ein Leben lang. Manchmal beinhaltet sie Intimität, Lust, Spannung und Spaß. Manchmal allerdings auch Stress, Unsicherheit, Verletzbarkeit und Unzufriedenheit. Sexualberatung bietet einen geschützten Rahmen, in dem Sie Raum und Zeit erhalten, um Ihre Sexualität (wieder)-zu- entdecken und diese Schritte in Worte fassen zu können. Die Themen in einer Sexualberatung sind vielfältig. Alle Belange, Ideen und Wünsche, die Ihnen wichtig erscheinen, können hier ihren Platz erhalten. Mit diesen Inhalten kommen immer wieder Menschen in die Beratung:
- Sexuelle Lustlosigkeit, Orgasmus- und Erregungsschwierigkeiten
- Unsicherheiten in und mit der eigenen Sexualität
- Unterschiedliche Vorstellungen zu Häufigkeit und Gestaltung von Sexualität
- Fragen zur sexuellen oder geschlechtlichen Orientierung
- Umgang mit unterschiedlichen sexuellen Praktiken und Neigungen
- Körperliche Beschwerden im Rahmen von Sexualität
- Entwicklung neuer Rollen und Muster
Über mich
Seit 2022 in eigener Praxis und Teil des Wegebereiter Instituts Bremen
- Basistraining „Emotionsfokussierte Paartherapie“ nach Sue Johnson, EFT-Ausbildungscenter Hannover; April 2025
- Seit November 2024 im Anerkennungsprozess zur Lehrende für Systemische Beratung (DGSF) im Wegebereiter Institut Bremen
- Sexual- und Paarberatung mit queeren, trans und nicht-binären Menschen; Akademie Waldschlösschen 2024
- Systemische Mediatorin, Wegebereiter Institut Bremen 2024
- Sexualberatung (DGfS) HIPS Hamburg 2022
- Zertifizierte Teamgestalterin, Universität Lüneburg und Teamworks GmbH Hamburg 2020
- Systemische Familien- und Systemtherapeutin (DGSF), Center für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg 2016
- Master of Education Sonderpädagogik, Universität Oldenburg 2009
- Bachelor of Arts Sonderpädagogik, Universität Oldenburg 2006
- Familienbegleiterin in der Ambulanten Kinderhospizarbeit, Ambulanter Hospizdienst Oldenburg 2005
- Hospizbegleiterin, Ambulanter Hospizdienst Oldenburg 2004
Ablauf
Für eine Terminvereinbarung können Sie das Kontaktformular auf dieser Seite unter Kontakt nutzen oder schreiben mir eine E-Mail, rufen mich an oder schicken eine Textnachricht. Sollte ich nicht erreichbar sein, sprechen Sie gern auf meine Mailbox. Ich rufe Sie dann zurück.
Die erste Sitzung dient einem grundsätzlichen Kennenlernen sowohl der Personen und der Themen als auch des möglichen Rahmens der Zusammenarbeit. Im Anschluss haben alle Beteiligten die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie gemeinsam in die Beratung einsteigen wollen.
Ein möglichst solidarisches Preissystem liegt mir sehr am Herzen und ich versuche Vieles, um meine Beratung dauerhaft unabhängig(er) vom Einkommen anbieten zu können. Dazu ist es wichtig, dass ich eine finanzielle Sicherheit aufrechterhalten kann. Dies erreiche ich durch eine Untergrenze. Je mehr Menschen sich jedoch entscheiden, einen höheren Betrag zu bezahlen, umso mehr Personen mit niedrigerem Einkommen können dann eine kleinere Rechnungssumme erhalten.
Konkret bedeutet das für Sie:
Für eine Sitzung berechne ich pro Stunde 1,5-2,5 % des Bruttogehaltes jeder zu beratenden Person (plus 19% Umsatzsteuer). Die Summe wird nicht überprüft.
Untergrenzen sind derzeit 65€ für Einzelpersonen und 90€ für Zweipersonensettings. Jede angefangene halbe Stunde wird dabei mitberechnet.
Sitzungen, die nicht früher als 24 Stunden vor dem eigentlichen Termin abgesagt werden, berechne ich zu 50%. Nicht abgesagte Termine zu 100%. Für Erstgespräche ist diese Gebühr auf 75€ festgelegt.